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Geschenk der Meeresgötter

Muscheln, Lobster, Schnecken und Co.

In der Antike galten Meeresfrüchte als Geschenk der Götter und hatten einen besonderen Stellenwert. Auch heute gelten sie noch als sehr geschätzte Delikatesse. Schalen-, Krusten- und Weichtiere aus den Weltmeeren tauchen in der deutschen Küche nicht sehr häufig auf. Viele verbinden damit immer noch besondere Anlässe oder einem Urlaub am Mittelmeer. Doch mittlerweile erhalten wir fast überall und das ganze Jahr über Meeresfrüchte. Zwar nicht immer absolut frisch, jedoch immer mehr als Teil unserer Ernährung als es früher der Fall war.

Am Meer genießen

In Ländern wie Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland, Kroatien, Bosnien, etc. ist der Verzehr von Meeresfrüchten ein Bestandteil der normalen Ernährung. Ob gekocht, gebraten, gegrillt oder roh, als Liebhaber der mediterranen Küche hat man die Qual der Wahl.
Je nach Länderküche erhält man das selbe Produkt auf recht unterschiedliche Art und Weise zubereitet und serviert. Was ab und zu auch für Verwirrung sorgen kann. In Italien bestellt man entweder einen Meeresfrüchtesalat oder Meeresfrüchteteller. die darauf enthaltenen Produkte sind entweder gekocht und eingelegt oder gegrillt bzw. gebraten.
Ich kann mich noch gut an meinen ersten Besuch in Frankreich erinnern. Da ich ein großer Liebhaber der französischen Küche und von Meeresfrüchten bin, bestellte ich mir auf anraten meiner Freunde eine dreistöckige "Plateau de fruits de mer". Ich erwartete natürlich wie aus meinen Urlauben in Italien und Griechenland gewohnt, gebratene oder gegrillte Leckereien der See und war erstmal schockiert als ich die französische Variante sah. Es sah so aus, als ob alles roh wäre, dazu die Produkte auf Eis im Ganzen oder aufgeschnitten mit Vinaigrette und Majonaise. Es gab Hummer, Langusten, Crevetten, Krabben, Austern, Jakobsmuscheln beziehungsweise verschiedene Muschelarten und unterschiedliche Schneckenarten.
Meine Freunde beruhigten mich dann aber und erklärten mir, dass bis auf die Austern und ein paar Muscheln, alles gekocht ist und traditionell kalt serviert wird. Nach einiger Überwindung begann ich mich an die Leckereien heranzumachen und war erstaunt wie schmackhaft und frisch alles schmeckte.
Wenn ich heute nach Frankreich fahre, was ich ehrlich gesagt sehr häufig tue, gönne ich mir regelmäßig eine große "Plateau de fruits de mer" mit meinen Freunden, dazu einen eiskalten Chablis und schon fühle ich mich wie Gott in Frankreich – bon appétit!

Muschelzeit

Eine alte Küchenweisheit sagt, dass man Muscheln nur in den Monaten mit "R" essen sollte, was die etwas kältere Jahreszeit von September bis April meint. Man findet auch in dieser Zeit ein reichhaltiges Angebot an entsprechenden Meeresfrüchten. Aber auch in den Sommermonaten erhalten Sie nach wie vor Muscheln und andere Schalen- und Krustentiere. Die Regel stimmt auch soweit. Muscheln ernähren sich von Algen, die kleine Reste von Gift enthalten, die die Muscheln beim Verzehr in ihr Muskelfleisch einlagern. In den Sommermonaten, wenn es im Meer zur Algenblüte kommt, filtern Muscheln besonders viel Algen aus dem Meer, was zu einer bedenklich hohen Menge an Gift im Muskelfleisch der Muschel führt. Der Verzehr von solchen Muscheln kann für den Menschen zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen. In der kälteren Jahreszeit ist aber so eine hohe Algenblüte jedoch fast ausgeschlossen.
Die Muscheln, die sie bei uns im Sommer kaufen können, sind deshalb strengsten kontrolliert und werden nach dem Fang lange in klarem Wasser gereinigt, damit eventuell vorhandene Gifte ausgeschwemmt werden können. Jedoch sollten sie vorsichtig sein, wenn sie im Sommer am Strand gesammelte oder frisch gefangene Muscheln beim Fischer erwerben.
Ein weiterer Grund warum man Muscheln in diese Zeit nicht essen sollte, ist die in den Monaten Mai bis August bestehende Muschel-Laichzeit. Dadurch ist das Muschelfleisch von geringerer Qualität.
TIPP: Essen sie keine Muscheln, die bereits geöffnet sind, beziehungsweise machen Sie den Klopftest und halten Sie die Muschel unter kaltes, fließendes Wasser und klopfen sie auf die Schale. Sollte sich die Muschel schließen, können sie sie essen, tut sie das nicht, ist sie nicht mehr am Leben und muss entsorgt werden.

Auf Qualität und Nachhaltigkeit achten

Wie schon erwähnt, waren Meeresfrüchte ein Luxusgut. Heute sind kleine Krustentiere wie die unter verschiedenen Namen auftauchenden Crevetten, Garnelen, Gambas, Krabben, Shrimps und Prawns eine Massenware, die in großen Aquakulturen gezüchtet werden. Von der Qualität her sind die Tiere meistens gut – und gesund sind sie auch. Mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Omega-3-Fettsäuren sorgen sie für unseren Körper. Jedoch essen wir viel zu viele davon. Supermarktketten bieten Shrimpssalate für unter 2,- Euro und tiefgekühlte supergünstige Meeresfrüchte-Pizzen, etc. Dies ist nur durch Massentierhaltung möglich, was bekanntlich zu Umweltschäden und zur Zerstörung von Arbeitsplätzen führt. Also achten Sie beim Einkauf von Meeresfrüchten auf Qualität und Herkunft, damit Ihr Genuss vollkommen und Ihr Einkauf Nachhaltig ist.
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